Die beiden Pfarreien St. Antonius und St. Martinus in Herten sowie St. Peter, Liebfrauen und St. Antonius in Recklinghausen haben einen gemeinsamen Prozess gestartet: Ein neu gebildetes Koordinierungsteam arbeitet daran, den künftigen Pastoralen Raum Herten | Recklinghausen vorzubereiten.
Seit Anfang 2024 führt das Bistum Münster sogenannte Pastorale Räume ein. Dahinter steht die Idee, dass mehrere eigenständige katholische Pfarreien enger zusammenarbeiten, wo gemeinsame Lösungen sinnvoll sind. Die einzelnen Pfarreien bleiben dabei weiterhin selbstständig, stimmen ihre Aufgaben aber stärker miteinander ab.
Zum Pastoralen Raum Herten/Recklinghausen werden künftig alle fünf Pfarreien gehören: St. Antonius, Liebfrauen und St. Peter aus Recklinghausen sowie St. Antonius und St. Martinus aus Herten.
Um diesen Zusammenschluss vorzubereiten, hat der bereits vor zwei Jahren eingerichtete Runde Tisch Herten/Recklinghausen ein Koordinierungsteam berufen. Je zwei Vertreterinnen aus jeder Pfarrei – jeweils mindestens eine Person aus dem Ehrenamt – bilden das Gremium. Entsendet werden sie durch die jeweiligen Pfarreiräte. Zusätzlich sollen auch Vertreterinnen von Einrichtungen und katholischen Verbänden im Pastoralen Raum beteiligt werden, wie der Runde Tisch beschlossen hat. Das Team soll ein breites Spektrum der kirchlichen Akteure abbilden.
Bei seiner konstituierenden Sitzung hat das Koordinierungsteam nun offiziell seine Arbeit aufgenommen. Sein Auftrag: den gesamten Entwicklungsprozess bis Ende 2027 gestalten und die Zusammenarbeit der Pfarreien strukturell wie inhaltlich voranbringen.
Ein erster Schwerpunkt ist eine umfassende Befragung der Pfarreigremien und der Seelsorgeteams. Die Ergebnisse sollen zeigen, wo bereits gemeinsame Projekte bestehen, welche Herausforderungen wahrgenommen werden und wie sich die Beteiligten die künftige Zusammenarbeit vorstellen. Sie bilden die Grundlage für fundierte Entscheidungen und stärken gleichzeitig die Mitwirkung aller Beteiligten.
Parallel dazu entwickeln Haupt- und Ehrenamtliche eine gemeinsame „Prozessarchitektur“. Sie soll festlegen, wie Kommunikation, Kooperation und Entscheidungswege im zukünftigen Pastoralen Raum gestaltet sind.
Langfristig verfolgt der Pastorale Raum das Ziel, die katholischen Pfarreien in Herten und Recklinghausen enger zu vernetzen, Ressourcen zu bündeln und die pastorale Arbeit gemeinsam weiterzuentwickeln. So soll kirchliches Engagement vor Ort nachhaltig gestärkt werden.

